Villenkolonie Neubabelsberg

Wo vorher Wald und Maulbeerplantagen für die königlichen Seidenraupen zu finden waren, planten die Königlichen Bauräte die Villenkolonie Neubabelsberg. Wer hier am südlichen Ufer des Griebnitzsees eine Villa besaß, verfügte zumeist über Rang und Namen. Die Nähe zu den Filmstudios machte die Villenkolonie in späteren Jahren auch für Filmschaffende attraktiv.

Im nahe gelegenen Schloss Babelsberg verbrachtete der erste Deutsche Kaiser, Wilhelm I. seine Sommer. Die Parkanlagen des Schlosses reichten bis an die Villenkolonie Neubabelsberg. Seinen Nachbarn am Griebnitzsee diktierte Wilhelm I., sie sollten die Häuser “Zur Straßenseite nicht zu protzig” bauen, um das Volk nicht in Unmut zu bringen. So kommt es, dass viele Villen erst an der Uferseite ihre ganze Schönheit offenbaren.

Wie Schmuckstücke reihen sich die Villen des Griebnitzsees aneinander – Schätze aus der Kaiserzeit, die heute wieder glänzen. Allein auf Grund der architektonischen Meisterwerke lohnt sich ein Besuch. Im Jahr 1907 realisierte der Aachener Maria Ludwig Michael Mies in der Villenkolonie Neubabelsberg sein erstes Projekt im Auftrag des Philosophen Alois Riehl. Mit 21 Jahren entwarf er das „Haus Riehl“, das in der Spitzweggasse zu finden ist. Später führte der Architekt zu dem Nachnamen seines Vaters auch den seiner Mutter und ging unter dem Namen Ludwig Mi…
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Adresse

Villenkolonie Neubabelsberg
Karl-Marx-Straße
14482 Potsdam
Die angezeigten Informationen stammen aus der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH Datenbank.
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